9 Frauen, 136 Männer: Neben dem bloßen Wunsch nach Gleichberechtigung braucht es zur Beseitigung eines solch deutlichen Ungleichgewichts auch konkrete, hochgesteckte Ziele
Von über 250 Straßen im Stadtbezirk Milbertshofen – Am Hart sind derzeit lediglich 9 nach Frauen benannt. Inzwischen wird bei der Benennung von neuen Straßen zwar vermehrt auf eine Gleichverteilung geachtet, jedoch bedarf es zur Beseitigung des über Jahrzehnte angewachsenen Ungleichgewichts konkreter - und vor allen Dingen hochgesteckter - Ziele.
Die Grüne Fraktion im BA 11 fordert daher den Stadtrat auf, mindestens 90 % der im Stadtbezirk 11 neu- oder umzubenennenden Straßen nach Frauen zu benennen, bis ein Gleichgewicht erreicht wird.

Straßennamen bilden einen wichtigen Teil des öffentlichen Gedenkens, mit dem wir unsere Wertschätzung zeigen können. In den vergangenen Jahrzehnten wurde diese Wertschätzung vor allem Männer zuteil. Kathrin Düdder erklärt weiter: “Bei unserem Antrag geht es aber nicht nur um die Verantwortung gegenüber den vielen herausragenden Frauen. Neben der Ehrung, schaffen Straßennamen nämlich vor allem Bewusstsein für die gewürdigten Personen. Und hierdurch haben wir die Möglichkeit, aber auch die Verantwortung, Vorbilder für junge Mädchen und Frauen zu schaffen.” Konstantin Weddige ergänzt: “Bei der aktuellen Diskrepanz reicht es eben nicht aus Straßen in Zukunft paritätisch zu benennen. Nachdem kaum neue Straßen benannt oder umbenannt werden, brauchen wir klare Ziele um eine Veränderung zu erreichen.”